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Kreisjugendfeuerwehrzeltlager 2005
08.08.2005
Großer Bahnhof für die Feuerwehrjugend des Landkreises Bayreuth:
pünktlich zum Ferienbeginn haben sich 264 Jugendliche aus 58 Freiwilligen
Feuerwehren in Hollfeld eingefunden, um am siebten Jugendzeltlager der Hilfsorganisation
teilzunehmen. Im vierjährigen Rhythmus bietet der Landkreis in enger Zusammenarbeit
mit dem Kreisfeuerwehrverband das viertägige Zeltlager für den Nachwuchs
an.
Donnerstag morgens um acht Uhr: nicht nur bei den anreisenden Jugendlichen steigt
die Spannung. Auch die verantwortlichen Feuerwehrführungskräfte müssen
alle Register ziehen, um die gigantische Logistik planmäßig umzusetzen.
Die Erwartungen sind beiderseits hoch. Lange Schlangen bei der Anmeldung gibt
es für die Jugendlichen nicht, allerdings türmen sich die Berge von
Gepäck. Neben Schlafsack, Isomatte und Freizeitkleidung sind Uniform und
Schutzkleidung ständiger Begleiter des Nachwuchses. Unzählige Betreuer
kümmern sich, weisen in die Übernachtungszelte ein, in denen die jungen
Feuerwehrleute die nächsten Nächte verbringen werden - oder sollen.
Viel Zeit für eigene Planungen der Jugend bleibt zunächst jedoch nicht.
Quartier beziehen, Uniform oder Schutzanzug überziehen, und schon geht
es ab zum offiziellen Startschuss unter politischer Prominenz. Die gesamte Feuerwehrführung
des Landkreises begrüßt die Jugendlichen, die im Mittelpunkt des
Wochenendes stehen. Die kommunale Spitze von Hollfeld mit stellvertretendem
Bürgermeister Heinlein, Bundestagsabgeordneter Hartmut Koschyk und Landrat
Dr. Klaus Günter Dietel stellen die Wertschätzung des Nachwuchses
in den Mittelpunkt ihrer Grußworte.
Dieser Nachwuchs startet schließlich nach Offiziellem mit dem eigentlichen
Programm, für dessen reibungslosen Ablauf insgesamt rund 120 erwachsene
Feuerwehrleute rund um die Uhr sorgen. Während die einen sich im Freizeitprogramm
dem Besuch von Therme, Kino und einem Schützenwettbewerb vergnügen,
trainieren die anderen. Gemeldet hat sich der Nachwuchs im Alter von 14 bis
18 Jahren zur Abnahme der Bayerischen Jugendleistungsprüfung oder zur "Deutschen
Jugendflamme Stufe II". Darüber hinaus bietet der Veranstalter eine
Olympiade sowie eine spezielle Übung für diejenigen, die alle anderen
Leistungsabzeichen der Jugend bereits absolviert haben.
Für zwei Tage haben sich noch rund 30 Jugendliche im Alter zwischen 12
und 14 Jahren angemeldet. Auch für sie wird ein reichhaltiges Freizeitprogramm
bereit gestellt, das mit Lagerfeuer und Disco endet.
Scheinbar am Rande und doch mittendrin agieren die befreundeten Hilfsorganisationen.
Das Technische Hilfswerk ( THW ) unter der Regie von Rudi Unger kocht für
über 300 Personen als "Vier-Sterne-Küche", wie es Kreisjugendfeuerwehrwart
Stefan Steger formuliert, die Malteser Waischenfeld mit Manfred Huppmann an
der Spitze sorgen mit wachem Auge für das gesundheitliche Wohlbefinden.
Im Mittelpunkt des Zeltlagers steht eine Wertevermittlung, die scheinbar das
Geheimrezept für die Funktionalität der Feuerwehr ist: Kameradschaft
und Teamgeist sollen zählen, darüber hinaus das fachliche Wissen.
Landrat Dr. Klaus Günter Dietel, zugleich Schirmherr der Veranstaltung,
brachte es in seiner Begrüßung auf den Punkt: 50 % aller Jugendlichen,
die sich bereits frühzeitig im ehrenamtlichen Bereich engagieren, seien
auch später bürgerschaftlich aktiv, wie entsprechende Untersuchungen
ergäben. Dieses Engagement sei uneingeschränkt zu unterstützen,
schließlich sei Feuerwehrarbeit praktizierte Nächstenliebe, so das
Landkreisoberhaupt. Schwerpunkt des Jugendzeltlagers ist die Aus- und Fortbildung,
aber auch die Pflege der Kameradschaft sowie der Zusammenhalt aller in der Hilfsorganisation
Tätigen, die zum Gelingen des Zeltlagers beitragen. Jugendlichen seid die
Leistungsträger von Morgen", so der Landrat in seinen Grußworten.







Text und Bilder: Carolin Rausch |
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